Auf der sogenannten „Neuen Seidenstraße“ von Yunnan im Süden Chinas über Indien, Pakistan, den Iran und die Türkei via Wien nach Hamburg können kraft günstigster Transportkosten bald Kundenfahrzeuge zum Service nach China transportiert und auf dem Rückweg mit Waren aller Art gefüllt wieder zurückgebracht werden. In der Zwischenzeit stehen ja genügend Kundenfahrzeuge der Herstellerorganisationen zur Verfügung.
Der Autonutzer bleibt mobil. Das spart den Herstellern bei uns Werkstattkapazitäten, lästigen Verwaltungsaufwand und billiger ist es allemal. So funktioniert heute Wirtschaft: Anpassen statt aussterben! Politiker beherrschen die Kunst, viel zu reden und nichts zu sagen, eine Meisterschaft, die Konzernmanager auf ihrem Globalisierungsweg auf die Spitze treiben. Der Unterschied liegt darin, dass die Unternehmer ihre Optimierungsprozesse im Wortbrei der Politik umsetzen und die ohnehin aufmüpfige heimische Wirtschaft hinter sich lassen.
Das nennt sich nachhaltig: Die Bahnen sind bekanntlich umweltfreundlich und nehmen uns Autoverkehr von der Straße. Die billigen Chinesen besorgen Service und schaffen Zusatznutzen und wenn alles gut klappt, kann ja der Hersteller auch gleich günstiges Personal bereitstellen. Dafür lässt sich im „freien“ Markt politisch sicherlich ein Hintertürl offen halten, der die lokale Wirtschaftskraft weiter einschränkt und den Konzernen dafür fette Erträge beschert.
Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, dass alle diese Gedanken am „seidenen“ Faden hängen, für die optimierungssüchtige Industrie kann das ein wahrer Segen sein. Währenddessen verabreichen unsere Politiker Pandas Futter und leihen sich welche von den Chinesen, um die Arbeitslosen im Tierpark zu unterhalten.
Entschuldigen Sie bitte, ich muss jetzt leider Schluss machen. Die Kfz-Betriebe stehen schon vor der Tür, um die „Komplexität des neuen Angebotes“ für sich zu überprüfen.
