Das bedeutet den absoluten Tiefstand seit Einführung der Statistik 1968. So geht das nicht! Bad News brauchen Tote, ebenso wie die Katastrophenmeldungen mit am Ende stehender Wortschöpfung? Die Opferzahl könnte sich noch erhöhen?!
Zum Vorjahr wurden weniger Menschen verletzt. Auch die Zahl der Alkolenker war heuer rückläufig, so die Osterbilanz des Innenministeriums. 218 Verkehrsunfälle mit Personenschaden passierten heuer von Karfreitag 0.00 Uhr bis Ostermontag 24.00 Uhr, das sind 10 mehr als im Vorjahr. Dabei wurden 245 Personen – 16 weniger als 2017 – verletzt. Die Autos werden sicherer, weniger Motorisierte nutzen die Straßen. Die politisch motivierten Maßnahmen greifen und dennoch wird die Verkehrsbilanz madig geschrieben. So geht das nicht!
Also muss die Karwoche inklusive Ostermontag betrachtet werden, da gab es sechs Menschenleben zu beklagen. Zweifelsohne 6 zu viel, für die Tagesmedien wieder ein Grund hinzuschlagen. Die täglichen Blut- und Gewalttaten ohne motorisierten Untersatz dieser Woche werden ausgeblendet. 58.302 Schnellfahrer wurden heuer beanstandet, rund 2,2 % weniger als 2017. 290 Personen wurden wegen Trunkenheit am Steuer angezeigt, 8 weniger als im Vorjahr. 168 Lenkern wurde der Führerschein bzw. Mopedausweis abgenommen, 2017 waren es 182 gewesen.
Rückschluss: Die journalistischen Mobilitätshasser werden in Zeiten des vollautonomen Fahrens, wenn es keine „konventionellen“ Verkehrstoten mehr geben und das Rauchen und Alkoholtrinken verboten sein wird, dann den fußläufigen Menschen ins Visier nehmen. Hauptunfallursache von Fußgängerzusammenstößen werden dann Unachtsamkeit und Ablenkung beim Beobachten der Himmelsdrohnen sein, ansonsten einem das Amazon-Packerl auf den Schädel fallen könnte.
Wir gegenwärtig autofahrende (Um-)Weltvergifter freuen uns – auf dem Weg ins Paradies – übers ganze Jahr gesehen über weiter sinkende Todesraten. •
