Der von der Industrie prognostizierte Realisierungszeitraum 2025 bis 2030 ist ja noch so weit weg. Im Sog der Big Player pirscht sich jedoch eine Unzahl von Dienstleistern heran, die der klassischen Autowirtschaft mit ihren (noch) Millionen Arbeitskräften in die digitale Zukunft helfen will. Hinter unscheinbaren Namen und Kürzeln verbergen sich wiederum Namen einst großer Player, die rascher wieder zusammenfinden, wenn das die Situation für sie erfordert.

 

Die Hersteller vernetzen bereits Millionen ihrer Fahrzeuge und schaffen sich „ihre vernünftige IT“, um den Datenfluss selbst steuern zu können. „Aktuell“, gibt Audi-Technikentwickler Horst Glaser unumwunden zu, „haben auch wir im digitalen Geschäftsmodell noch nicht so viel vorzuweisen, was wir uns selbst auf die Fahnen geschrieben haben.“

 

Selbst die Marken unter dem Volkswagen-Dach sind nicht im ausreichenden Maß koordiniert. Eifersucht setzt auch Industriegiganten zumindest zeitliche Grenzen und kann von der Künstlichen Intelligenz noch nicht überlistet werden.

 

Dennoch schweben die global organisierten Autohersteller und Zulieferer, der Basis entrückt, in ihren Sphären. Der Mobilitätsbasis ist das egal, unter den 200 Teilnehmern bei der Münchener „Big Data – Car Data“-Konferenz von Automobilwoche waren lediglich 2 (!) Vertreter von Autohäusern anwesend. Die Mobilitätswirtschaft unten auf dem Weg in die neue Mobilität hat die Arbeit und die Verantwortung, angeschafft und Geld verdient wird bis auf weiteres da oben. •