Opel wurde von Peugeot versteckt, wie wenn die Marke von Krankheit befallen wäre und traditionelle Aussteller verkleinerten ihre Ausstellungsflächen zugunsten neuer Ruhezonen, um den am Ende vom Veranstalter sicher  wieder gestiegenen Besuchern genügend Ruhezonen vergönnt zu haben.

 

Beim Fahrzeugangebot konnten konzentriert durch die Gänge wandelnde Besucher bereits die Vorboten künftiger Ausstellerkulturen beobachten. Kleinserien-Produkte, vor allem exotischer Namenskultur, besiedelten die Ausstellungsflächen abwesender, bekannter Namensträger. Tesla hat sein Werbebudget bekanntlich in den Weltraum geschossen, also müssen neue Namen her.

 

Opel befindet sich auf Schlankheitskur, die bereits auf die Leistungskraft der Händler durchschlägt. Nächstes Jahr werden vermutlich Exponate aus dem 3D-Drucker kommen und die Hallen füllen. Schön zum Anschauen, gering im Wert, wie gallig (keine Anspielung auf die Franzosen bitte) traditionelle Messebesucher vermerkten. Eines hat sich nicht geändert: Die Preise in und um Genf bewegen sich in schwindelerregende Höhen, was wiederum tausende Blogger und sonstige Berichterstatter davon abhält, den Autosalon zu besuchen.

 

Vor Ort abgehaltene Pressekonferenzen werden über unzählige Medienkanäle hinausposaunt. Ob das Warenüberangebot auch noch genügend Käufer findet, spiegelt sich darin kaum wider. Mit verringerten Fertigungskapazitäten werden ohnehin immer noch mehr Fahrzeuge und Zubehör produziert, als – sagen wir – die europäischen Märkte vertragen.

 

Die Aktienmärkte wollen aber keine Verluste, daher wird gesteigert – koste es, was es wolle! Im Gegenzug wird optimiert und gespart. Es darf vermutet werden, dass sich nach heutiger Denkkultur die Fahrzeugindustrie ihre Kunden auch aus dem 3D-Drucker herstellt. Da kann jeder seinen Marktanteil selber kreieren und das Geld dafür kommt auch aus dem Drucker. Letzteres lehrt uns die Geschichte! •