Erstmals wurden der Öffentlichkeit Teile – 20 Fahrzeuge – der seit einem halben Jahrhundert, vom einst überaus erfolgreichen Schweizer Automobilunternehmer und Abarth-Rennfahrer, Engelbert Möll aufgebauten Sammlung, präsentiert. Dank der selektiven Auswahl der unter der Mitarbeit des österreichischen Ex-Abarth Rennmechanikers und Abarth-Spezialisten Komm.-Rat Franz Steinbacher ausgestellten Fahrzeuge, wurde den Pariser Besuchern ein repräsentativer Überblick über das wohl einzigartige Wirken des österreichischen Automobilkonstrukteurs Carlo Abarth vermittelt.

 

Die Sensation in Paris war aber der erstmals der Weltöffentlichkeit präsentierte 6-Liter V-12 Zylinder Motor. Der unter der Typenbezeichnung 240, unter absoluter Geheimhaltung in den Jahren 1966/67 entwickelte und mit 612 PS bei 7600 U/min bereits am hauseigenen Prüfstand getestete Motor sollte das Herzstück für einen Einsatz beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans, im Jahr 1968 werden. Dank einer Reglementänderung der FIA im Winter 1967/68, mit einer Hubraumbeschränkung für Prototypen auf lediglich 3.000 cm3 wurde das einst so stolze Abarth-Le-Mans-Projekt T-140, von einem Tag auf den anderen gecancelt. Von den 2 konzipierten Rennboliden und den 4 dafür projektierten und im Bau befindlichen 6-Liter V-12 Zylinder Motoren, ist ein halbes Jahrhundert danach lediglich der Motor aus der Sammlung Möll als einziger Zeitzeuge für das damals so ehrgeizige Abarth-Le-Mans-Projekt übrig geblieben. Und exakt dieser Motor, war dann auch ein halbes Jahrhundert später eines der ganz, ganz großen Publikumsmagneten auf der Pariser Rétromobile.