Schirak leuchtet, wie er sagt, ein, das es Ziel der Hersteller ist, „den Handel als elementare Schnittstelle zum Kunden“ zu erhalten, doch wozu braucht der Hersteller den von Stackmann angesprochenen direkten Kundenkontakt? Schirak meint, dass alle Daten, die für den Geschäftsverkehr zwischen Kunden und Händler notwendig sind, vorerst einmal ausschließlich dem Handel vorbehalten sein sollten.
„Ein Direktkontakt zwischen Hersteller und Kunden – wie von Herrn Stackmann gefordert – womöglich unter Ausschluss des Händlers bzw. der Werkstätte, sei daher klar abzulehnen, bei allfällig notwendigen Rückholaktionen könne sich der betroffene Hersteller ohnedies der offiziell zugänglichen Datenbanken bedienen. „Jeglicher Direktkontakt zwischen Hersteller und Kunden unterminiert die Stellung des Händlers bei seinen Kunden bis hin zur völligen Ausschaltung der so ‚blumig‘ von Herrn Stackmann bezeichneten ‚Schnittstelle Händler‘!“, sagt Schirak.
Punkto Ertragslage teilt Schirak jedenfalls die Ansichten Stackmanns, der betont, „dass es nicht darum geht, neue Autohäuser zu bauen, sondern clevere, neue Möglichkeiten für die Handelspartner zu schaffen. Die Händler müssten profitabel arbeiten können!“. Schirak unterstreicht das: „Die Ertragslage vieler Autohändler ist in der Tat wenig rosig!“ und untermauert dies mit der durchschnittlichen Umsatzrendite des europäischen VW-Partnernetzes von 1 %.
„Vielleicht ergibt das da oder dort angesichts der Umsatz- und Verkaufszahlen sowie der Umsatzrendite ein ‚böses Erwachen‘, um daraus resultierend über die eigene Zukunft nachzudenken!“, sagt Schirak, der sich in seinen „Zukunftsgedanken“ auch mit der von Stackmann angesprochenen Straffung der VW-Organisation auseinandersetzt – und dabei den Hinweis auf die besondere Bedeutung der konzernalen Porsche-Vertriebsorganisation nicht ausspart.
Schiraks „Zukunftsgedanken – Händler zukünftig nur noch ‚Handlanger?‘“ sind (weiter unten) zum Download bereitgestellt! •
