Der Österreicher Marc Elsberg beschreibt in seinem Roman „Blackout“ die Vernetzung hochsensibler Systeme in der modernen Gesellschaft und die Folgen eines Stromausfalls derart glaubhaft, dass der Leser im Geiste seine Kerzenvorräte überprüft.

 

Und das Blöde daran, „Propheten links und Propheten rechts, wir Weltkinder in der Mitten...“ bemühen wir Johann Wolfgang Goethes Geist in die Gegenwart und Zukunft und investieren in die E-Mobilität. Volkswagen, Mercedes, BMW bündeln ihre stromselig machende Zukunftsgläubigkeit in Gemeinschaftsprojekte und lassen dabei das lokale Gleichgewicht aus den Fugen geraten. Etwas Zeit zur Apokalypse hat es ja noch, auch wenn der Geist des globalen Computerinformationsnetzes – eine Welt-Hirnrinde – längst aus der Flasche entwichen ist. Die globale Informations-Expansion reißt alle geistigen Hemmschwellen weg – sowohl bei der Entflammung unkontrollierter Begeisterung als auch bei der Auslösung einer Panik.

Nun will ich keine Panikbeispiele aufzählen, über die ohnedies alltäglich rund um den Globus berichtet wird. Wir kümmern uns in der Autobranche um die Segnung des autonomen Fahrens unter Einfügung lokaler, wirtschaftlicher Notwendigkeiten – ein faszinierendes Thema. Unser Fazit: Lesen als Gegengift gegen den eingepeitschten Fortschrittsglauben.

 

In der Meisterschaft der Zeitenwende haben vor allen kleinteilige Betriebstypen eine gute Entwicklungschance. Sie wird die teils weniger anspruchsvolle Welt transformieren, das Versprechen der neuen Mobilitätswelt abschöpfen und seine Potenziale nutzbar machen. „Die Chancen stehen 50:50. Für die keine Zukunftsängste habenden 50 % ist das dennoch eine riesige Herausforderung, sieht Ferdinand Dudenhöffer bei allen seinen apokalyptischen Ansichten zur Zeitenwende in der Autoindustrie dennoch lokales Erfolgspotenzial.

 

Zur Erhellung des menschlichen Geisteshorizonts im Wechsel unserer Mobilität ist es nicht verboten, zunächst eine Wallfahrt zu unternehmen oder im Chefbüro ein Gebet zu verrichten! Bis dato hat das nie geschadet, ob es was genützt hat oder taugen wird, ist gestern wie heute und auch morgen eine Glaubensfrage. •