Wer die Kfz-Versicherungsprämie und damit auch die motorbezogene Versicherungssteuer nicht jährlich bezahle, werde dafür derzeit vom Fiskus kräftig zur Kasse gebeten – mit einem Unterjährigkeitszuschlag von bis zu 10 %. Rechne man die Daten der über durchblicker.at abgeschlossenen Autoversicherungen auf Österreich hoch, habe die Finanz im Jahr 2017 so rund 130 Mio. € zusätzlich kassiert.

 

„Dieser Zinswucher ist gerade in der aktuellen Niedrigzinsphase mit nichts begründbar, außer damit, dass er den meisten Steuerzahlern nicht bewusst und für den Finanzminister ein willkommenes Körberlgeld ist. Viele Autofahrer seien sich nicht einmal darüber im Klaren, dass sie mit der Versicherungsprämie auch Kfz-Steuer zahlten. Noch intransparenter sei da erst recht der Unterjährigkeitszuschlag.“

 

Laut den auf durchblicker.at abgeschlossenen Versicherungsverträgen zahlten rund 60 % einen Unterjährigkeitszuschlag. Dieser Anteil sei in den letzten 5 Jahren weitgehend konstant geblieben. Während es für die Versicherungsprämie keinen Unterschied mache, steige die gleichzeitig fällige Steuer hingegen deutlich an. •