Sie sprachen Nagl Dank und Anerkennung für die Leistungen im Interesse der niederösterreichischen Wirtschaft aus und übergaben ihm die Urkunde. Sein Vater, der 1904 geborene Johann Nagl, hatte gleich mit 18 Jahren als einer der ersten den Führerschein erworben. „Der begnadete Kartenspieler fuhr ab diesem Zeitpunkt alle Wege mit dem Auto, am liebsten im Opel Kapitän!", sagt Fritz Nagl.
1932 adaptierte sein Vater eine ehemalige Weberei in Klosterneuburg als freie Autowerkstatt, die 1933 ihre Tätigkeit aufnahm, und betrieb auch ein Transportunternehmen, das unter anderem am Bau des Wiener Flughafens mitwirkte. Tragisch: Als Nagl den Fuhrpark mit Opel Blitz Kippern und Kippanhängern modernisieren wollte, wurden die bereits bezahlten Lkw direkt in den Krieg abkommandiert und 2 der Fahrer sowie alle 3 Fahrzeuggespanne blieben im 2. Weltkrieg.
Den freien Kfz-Betrieb hatte der jetzige Bundes-Innungsmeister der Fahrzeugtechnik 1974 von seinem Vater übernommen und 1975 den Opel-Partnervertrag abgeschlossen. „Mit der Johann-Nagl-Gasse hat Klosterneuburg meinem Vater, zugleich meinem besten Freund, ein Denkmal gesetzt!“, sagt Nagl. (ENG)
