Wenn jetzt dem Vernehmen nach 11 Subhändler künftig nicht mehr von Wiesenthal Handel und Service GmbH/Wien sondern von Importeur Mercedes-Benz Österreich GmbH/Salzburg direkt beliefert werden und in Bälde die Augsburger AVAG Holding erhebliche Standort-Kapazitäten von Wiesenthal übernehmen kann, sehen Insiderkreise schwierige Zukunftsperspektiven des aktuell unter Geschäftsführer Dr. Felix Clary und Aldringen stehenden Familienunternehmens.

 

Auf die kolportierten 2016 verkauften neuen 6.600 Pkw/Kombi/Transporter soll 2017 bereits ein erhebliches Verkaufsminus bestehen. Eine der Ursachen könnte demnach im Personalabgang langjähriger Spitzenkräfte liegen.

 

Wenn jetzt die den 11 Subhändlern realistisch zugeschriebenen ca. 1.000 Neuwagen-Verkäufe entfallen und durch die Gebietsabtretung an AVAG in Niederösterreich und Burgenland weitere erhebliche Verkaufsanteile verloren gehen, bleibt von Wiesenthal nach Einschätzung aus Branchenkreisen nur noch ein Torso. Bei geschätzten 40 % Volumenverlust müsste dann auch der Verwaltungsanteil entsprechend schrumpfen. 2017 soll bereits ein 2-stelliger Bilanzverlust drohen.

 

Durch plötzlich 3 Haupthändler im Wiesenthal-Refugium lässt die aktuelle Marktlogik zusätzlichen Margendruck erwarten. Alles Begleitumstände, die die Frage zulassen, ob nach dem Abgang von Langzeit-Geschäftsführer Dr. Alexander Martinowsky die von Clary eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen gegriffen haben. Es bleibt spannend. •