Es sei zwar richtig, „dass wir in Österreich eine Verkehrszunahme verzeichnen“, so Franz Danninger, Obmann des Fachverbandes für das Güterbeförderungsgewerbe in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Doch dies sei „den positiven Umständen einer wirtschaftlichen Erholung und einem stabilen wirtschaftlichen Wachstum zuzurechnen und ist in allen EU-Ländern, inklusive der Schweiz, derzeit der Fall“.
Wer sich – so wie der VCÖ – ernsthaft eine Verkehrsreduktion wünsche, dem sei die Situation vor einigen Jahren in Erinnerung gerufen, „wo wir mit einem wirtschaftlichen Rückgang, inklusive steigender Arbeitslosenzahlen, zu kämpfen hatten“. Damals sei neben dem Verkehr auch die wirtschaftliche Leistung spürbar zurückgegangen.
Faktum sei auch, dass rund 54 % der Lkw auf österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen mittlerweile mit der modernsten Euro 6-Technologie ausgestattet seien und somit in den Bereichen NOx und Feinstaub emissionsfrei durch Österreich verkehrten. Ebenso sei es Fakt, dass weitere 36% der Lkw mit den modernen EEV- und Euro 5-Motoren ausgestattet seien. Von den oftmals zitierten „Stinkern“ könne also längst keine Rede mehr sein. Somit greife die VCÖ-Verkehrszählermentalität ins Leere, denn die Menge der Fahrzeuge sage nichts über deren Umweltverhalten aus, so Danninger.
