Nachdem nun auch die Klage des „Bündnisses gegen unfaire Reifeneinfuhren“, ein Antisubventionsverfahren einzuleiten, vorliegt, nimmt die EU-Kommission mit der Bekanntmachung 2017/C346/10 vom 14. Oktober 2017 ein Antisubventionsverfahren gegen Einfuhren neuer und runderneuerter Reifen mit Ursprungsland China auf. Aufgrund der Mengen und Preise der Reifen, deren Hersteller in China in den Genuss staatlicher Subventionen kommen, sei der Marktanteil chinesischer Importe stark gestiegen. Das beeinträchtige das Gesamtergebnis und die Beschäftigungslage der Industrie in der Europäischen Union.
Franz Doblhofer, Vorsitzender der Berufsgruppe der Vulkaniseure, begrüsst die Entscheidung der Kommission, zu der die Bundesinnung der Fahrzeugtechnik, inbesondere die Berufsgruppe der Vulkaniseure in Zusammenarbeit mit dem VRÖ und den internationalen Berufsverbänden, beigetragen hatten. Man müsse natürlich erst einmal das Resultat der Untersuchung abwarten, sagt Doblhofer. Firmen, die sich offiziell an der Untersuchung beteiligen wollen, müssen nun innerhalb von 15 Tagen nach Veröffentlichung mit der Kommission Kontakt aufnehmen und innerhalb von 37 Tagen den ausgefüllten Fragebogen
an die Generaldirektion Handel/Direktion H, Büro CHAR 04/039, B-1049 Brüssel
e-Mail: trade-tyres-subsidy@ec.europa.eu
bzw.: trade-as-tyres-injury@ec.europa.eu
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