Die Autobranche und die Verkehrssprecher aller Parlamentsfraktionen diskutierten in optischer Eintracht städtische Mobilitätskonzepte – mit einem klaren Bekenntnis zur Ökoprämie! Ob sie sich nach der Wahl ihrer mehr oder minder Versprechen zur Ökoprämie noch erinnern werden, wird von der Hoffnung genährt.
Wie jeder vom Auto abhängige Bürger im Land weiß, kann er jederzeit haftbar gemacht werden für die wirklichen – eher aber für die vermeintlichen – mobilen Untaten. Das heißt: Dieselfahrer im Besonderen werden von den Straßen gemobbt, während die Weltverbesserer bei uns grüner sein wollen als überall anders und der Wirtschaft den Ideologiekampf ansagen. Komfortabel, auf vom Steuerzahler finanzierten Verkehrswegen.
Es ist diese vor den Wahlen milde Antiautostimmung, die verhindert, dass der gefährliche, gegen die demokratische Gesellschaft gerichtete Konflikt beseitigt wird. Welcher Politiker riskiert dafür Wählerstimmen? Welcher Funktionär möchte sich permanent mit seinen politischen Lebensbegleitern wegen tendenziöser Haltung anlegen. Wer von uns möchte die nette Stimmung verderben, wenn es wieder einmal gegen „den bösen Verbrennungsmotor“ geht?
Unsere Branchenvertreter inklusive Autofahrerclubs haben „Tapferkeit vor dem politischen Freund bewiesen“! Nun ja, das kostet nichts. Das Problem ist, dass so viele Freunde der Automobilität Feigheit vor den politischen Feinden der Automobilität beweisen, was den wirtschaftlichen Spielraum mehr und mehr einengt. •
