Mit der 2. Generation des Leaf, der Anfang 2018 auf den Markt kommt, will Nissan an den Erfolg des Vorgängermodells anknüpfen – er wurde mehr als 280.000 mal verkauft. Dafür kommt der Kompakt-Stromer mit einer größeren Reichweite, neuen Assistenzsystemen, moderner Konnektivität und frischem Design auf die Straßen.
Die harten Fakten
Wurde der 1. Leaf mit 109 PS ausgestattet, wird die sichtlich überarbeitete 2. Generation nun von einem 150 PS-Motor und einem Drehmoment von 320 Nm nach vorne getrieben. Die ebenfalls überarbeitete Batterie speichert nun 40 kWH und sorgt damit für eine Reichweite von 378 km (NEFZ-Fahrzyklus).
Nissan Intelligent Mobility Vision
Die limitierte Einführungsedition Nissan Leaf 2.Zero Edition für 34.990 € (minus E-Mobilitätsbonus ergibt sich ein Preis von 30.690 €) ist zudem serienmäßig mit dem neuen Assistenzsystem ProPilot für teilautomatisiertes Fahren ausgestattet. Auf Knopfdruck übernimmt das System im einspurigen Autobahnverkehr die Steuerung von Lenkung, Gaspedal und Bremsen. Ebenfalls mit an Bord sind unter anderem das neue E-Pedal, das NissanConnect EV Infotainment-System mit 7 Zoll-Display und App, der Around View Monitor für 360° Rundumsicht, Wärmepumpe, Apple CarPlay und Android Auto. Nissan Intelligent Mobility Vision nennt sich Paket.
Ein Pedal für alles
Mit dem E-Pedal vereint Nissan die wichtigsten Funktionen: Mit einem einzigen Pedal kann der Fahrer starten, beschleunigen, bremsen und stoppen. Steigt man vom Gaspedal runter, wirken automatisch die Bremsen. Selbst an steilen Steigungen soll das Fahrzeug die Position halten, bis das Pedal erneut gedrückt wird. Im Fußraum findet sich zwar noch ein herkömmliches Bremspedal – das soll allerdings nur der Sicherheit dienen.
Mobile Energieeinheit
Dank der Vehicle-to-Grid (V2G) Technologie ist der Leaf auch eine mobile Energieeinheit. Durch das bidirektionale Laden kann der kleine Japaner das eigene Heim oder Büro – das mit Solaranlagen und dem Speichersystem Nissan xStorage ausgestattet ist – mit Strom versorgen, Stromüberschüsse speichern und später ins lokale Netz „zurückverkaufen“. Geht es nach Nissan, könnten damit in Zukunft Stromer „gratis“ Energie tanken. Ob das in der Realität funktioniert, wird ein Test bei dänischen Flottenkunden zeigen, der gerade gestartet ist.
Investieren wollen die Japaner nicht nur in die Entwicklung neuer Fahrzeuge, sondern auch in die Infrastruktur. In den kommenden 18 Monaten soll das Ladenetzwerk um 20 % ausgeweitet werden. Das heißt, zu den bisherigen mehr als 4.600 CHAdeMO-Schnellladestationen sollen weitere 1.000 „Zapfsäulen“ an Autobahnen und in Städten installiert werden. •
