Zwar ist die steuerliche Belastung hierzulande im EU-Vergleich überdurchschnittlich hoch, aber aufgrund der höheren Kaufkraft haben Herr und Frau Österreicher die Steuern und Abgaben für das Auto schneller abgearbeitet.

 

Nicht nur, dass es in den 28 EU-Ländern insgesamt 159 verschiedene Steuersätze und Gebührenarten gibt, ergaben sich in der Studie große Differenzen bei der tatsächlichen automotiven Steuerlast, aber auch bei den Arbeitstagen, die notwendig sind, um das Geld dafür zu verdienen.

 

Bei der Gesamtsteuerbelastung wurden über 6 Referenzfahrzeuge (mit je 3 Diesel- und Benzinmotoren) von Ing. Patrick Dornig, MBA, für Estland mit 7.990,50 € die niedrigste jährliche automotive Steuerlast ermittelt. Die höchsten Kosten ergaben sich für Dänemark mit 41.384,10 €. Österreich liegt mit 13.340,20 € auf Platz 8 und über dem EU-Durchschnitt von 12.680,10 €.

 

Um die automotiven Steuern bestmöglich vergleichbar zu machen, hat Dornig diese auf die erforderlichen Arbeitstage auf Basis der Kaufkraft der einzelnen Länder umgerechnet. Mit 9,0 Arbeitstagen wird in Luxemburg am kürzesten zum Verdienen der Kfz-Abgabenlast und -Steuer benötigt. Dahinter folgen Großbritannien (11,4) und Deutschland (15,7). Österreich liegt mit 18,8 Arbeitstagen auf Platz 6, der EU-Durchschnitt beträgt 26,5 Arbeitstage. Als Schlusslicht wird Bulgarien mit 84,5 Arbeitstagen ausgewiesen, ein wenig besser liegen Rumänien (73,1) und Ungarn (68,1).

 

Die Anregung zum Vergleich der unterschiedlichen Belastungen kam vom Arbeitskreis der Automobilimporteure. „Diese Auftragsstudie im Rahmen einer Masterarbeit unterstreicht das exzellente Qualifikationsniveau unseres MBA-Programms. Wissenschaftliche Arbeiten, die von der Praxis inspiriert sind, tragen nicht nur zu unserem Renommee bei, sie liefern auch einen wichtigen Beitrag für Wirtschaft und Gesellschaft“, zeigt sich Mag. Diane Freiberger, MBA, FH-Vizerektorin und Lehrgangsleiterin der MBA-Programme, erfreut. •