Die Tage werden kürzer, die Temperaturen nähern sich von oben dem einstelligen Bereich, dazu steigt die Niederschlagswahrscheinlichkeit es wird Herbst. Keine gute Zeit, um einen Sharingdienst für E-Roller zu starten, möchte man meinen.

 

Michael Lenz, Mitgründer des Startups goUrban, sieht das anders. Er und seine beiden Kompagnons Jonathan Gleixner und Bojan Jukic haben dieser Tage den Vollbetrieb ihres Dienstes bekannt gegeben. Nach einem „sehr erfolgreichen“ Probebetrieb mit 45 Beta-Testern über den Sommer 2017 bringe man in den nächsten Tagen 50 E-Roller N1 der chinesischen Marke Niu auf die Wiener Straßen.

 

Ans Einwintern werde man erst denken, wenn die Nutzungszahlen sinken, so Lenz. Das Betriebsgebiet des „free floating“-Sharingmodells (ohne feste Anmiet- und Abgabestationen) umfasst die Wiener Innenbezirke 1 bis 9 zuzüglich einiger wohlkalkulierter Ausreißer nach Gersthof zur S-Bahnstation, an die Alte Donau oder nach Schönbrunn.

 

Ein erstes Hoppala zum Start geht auf das Konto von Apple: Die iOS-App war zum Start des Dienstes noch im Review-Prozess und auch am Dienstagnachmittag noch nicht verfügbar.

 

Technisch betreut wird goUrban von der Firma Hebart, die Niu-Roller verkauft und für diese eine Reichweite von bis zu 60 km angibt. •