Dabei steht für uns als Branche gar nicht zur Diskussion, ob diese Elektromobilität nachhaltig, umweltfreundlich, wirtschaftlich oder g'scheit ist. Auch welchen Marktanteil die Lösungen in welchem Jahre haben werden, ändert letztlich nichts an der Tatsache: Das Thema wird kommen. Punkt.
Allen Händlern und Werkstätten, die bislang mit bewährtem österreichischem Zugang: „Na schau ma amoi, ob des überhaupt kummt“ noch abgewartet haben und sich sowohl im Schauraum wie auch in der Werkstätte dem Thema verwehrt haben, sei versichert, dass sie sich mit der neuen Technologie beschäftigen werden müssen. Der Wunsch der Politik, ein klares Bekenntnis und Engagement der europäischen Hersteller, deutliche Erweiterungen der Reichweite und fallende Preise bei Technologie und Batterien werden diese Fahrzeuge volumenstauglich machen.
Gleichzeitig bedeutet das nicht das Ende des reparierenden Gewerbes. Natürlich werden auf der IAA unzählige konventionelle Fahrzeuge vorgestellt, ebenso sind noch genug Verbrenner in der Entwicklungs-Pipeline. Auch der Hybrid (sowohl 48V-Mild-Hybrid wie auch Vollhybrid) wird in den nächsten Jahren eine große Rolle spielen und damit noch mehr Technik in die Werkstätten bringen. Geht man also davon aus, dass noch einige Jahre neue Verbrenner auf den Markt kommen, ein Produktionszyklus zumindest 6 bis 8 Jahre dauert und dann diese Modelle mindestens 15 Jahre auf der Straße unterwegs sein werden, wird es im bewährten Segment noch lange genug Arbeit geben.
Dennoch: die Entwicklung und wachsende Bedeutung der Elektromobilität heute noch zu ignorieren, wäre ein großer Fehler.
