Dennoch ergeben sich laut Ing. Rudolf Kemler (Senior Partner Wien) durchaus Chancen für Österreich, wo 150 Firmen mit 30.000 Beschäftigten direkt in der Fahrzeugindustrie tätig sind. Diese seien, so Kemler, mit einem Auslandsumsatz von 14,1 Mrd. € die zweitwichtigste Exportbranche Österreichs. Umso wichtiger sei es für die Politiker, mit Augenmaß und Weitsicht zu agieren – dies gelte vor allem jetzt, wo der Diesel schlechtgeredet werde.

 

Bei einer Pressekonferenz in Wien betonten die Strategieberater, dass sich Österreichs Autozulieferer die Frage stellen müssten, ob ihre Produkte in 10-15 Jahren noch gefragt sein würden: Daher sollten die Unternehmen die neuen Chancen nützen. Vor allem jene, die im Bau von herkömmlichen Verbrennungsmotoren tätig seien, müssten über Kooperationen nachdenken und sich über kurz oder lang neues Know-how aufbauen oder zukaufen.

 

Die Frage nach der Zukunft müssten sich aber auch die Händler stellen: „Schon jetzt informieren sich die Kunden im Internet und gehen nur noch zum Abschluss des Kaufvertrages zum Händler und um das neue Modell zu testen. Aber das wird nicht immer so sein: Schon jetzt werden Testfahrzeuge bis vor die Haustür geliefert.“ •