Während wir gerade mit Hingabe das Auto verteufeln und dennoch dieses Teufelszeug lieben, schießen die Geldmächte dieser Welt ganze Regionen in Schutt und Asche und den afrikanischen Kontinent vergiften wir mit unserem Giftmüll. Dazwischen bastelt das kleine Nordkorea an ihren Nuklearwaffen. Die neue globale Handelswährung sind Flüchtlinge. China macht damit schmutzige Geschäfte, die Russen und Amis sowieso. Wir Europäer wollen uns nicht vergessen, wir machen die Luft sauber und kaufen uns mit CO2-Zertifikaten gerne von jeder Sünde frei. Moderner Ablass! Geradezu zynisch verweist das vatikanische Blogportal sismografo auf die dringende Notwendigkeit, sich des Geldgottes zu entledigen, der Kriege, Ungleichheit und Klimaveränderungen hervorbringt. Eine Jahrtausende währende Übung, die allerdings das Kunststück zuwege bringt, stets aufs Neue daran zu glauben.
Symbolträchtige Aktionen als „Zeugnis für die Einheit“ ringen den Machthabern gerade noch ein Lächeln ab. Die Gläubigen und ihre Glaubenswächter zu Hause indes pflanzen Bäume und begrünen ihre Dächer. In den Urlaub fliegen sie oder reisen per Schiff, um Elend zu schauen Das Auto? Ach ja, für den Stauzwang an unseren „freien“ EU-Grenzen nehmen wir doch wieder den Stinker auf Rädern, bringt ja Steuern für neue Radwege!
Österreichs vom Staat gehuldigte Glaubenswächter-Einrichtung VCÖ tritt nahezu täglich mit neuen Weisheiten auf den Plan und weiß, dass unseren Städten z.B. ein „starker Anstieg von Erkrankungen und Todesfällen infolge der zunehmenden Hitze droht“. Aus der Luft (geistreich, gell!) gegriffene Studien „belegen“ sofort jede dräuende Katastrophe. Ein paar Tage später – bei halbierten Temperaturen – droht uns sogleich der Kältetod. Egal, das Auto ist an allem schuld. Daher ist in den Städten der Autoverkehr zu reduzieren, es braucht in den Straßen mehr Grünflächen und Bäume als Schattenspender und die Bahngleise müssen mit Rasen belegt sein. Fahrradfreundliche Verkehrsplanung ist umzusetzen – in den Hirnen des Verkehrsclubs idealerweise mit chinesischen Fahrrädern und daraus exportierter Wertschöpfung.
Bevor wir jetzt auch noch die zu begrünenden Fassaden (tatsächlich eine VCÖ-Forderung) mit kostbarem Wasser am teuren Leben erhalten und wir Menschen daneben verdursten dürfen, besinnen wir uns der 5-wöchigen, bis 4. Oktober 2017 anberaumten Schöpfungszeit, das Fest des Heiligen Franziskus, namensgebend für den regierenden Papst Franziskus. Mit Dankgebeten für die große Gabe der geschaffenen Welt und mit Bittgebeten für ihren Schutz und ihre Erlösung. Vor allem vor Gruppierungen wie den VCÖ, der den Klimawandel für sich als alleinige Daseinsberechtigung beansprucht. •
