Die naheliegenden Verdächtigen im Alterungsprozess des Asphalts waren bislang molekularer Sauerstoff (O2), und das noch reaktivere Ozon (O3). Die TU Wien hat jetzt einen weiteren Übeltäter ausgemacht und hält Stickoxide auch für die Straße ungesund. „Je mehr Stickoxid in den aus Bitumen und Gesteinsgranulat bestehenden Asphalt eindringt, umso schneller altert das Material“, erklärt Forscher Daniel Steiner, der das Verfahren namens VAPro – Viennese Aging Procedure – im Rahmen seiner Dissertation entwickelt.
Durch Druckluft, die mit Ozon und Stickoxid angereichert ist, simuliert er „sehr realitätsnah“ die Alterung des Straßenbelags und entfacht rund um das Stickoxid einen zusätzlichen Medienwirbel. Jetzt sind wir gespannt, wie der VCÖ darauf reagieren wird, sind doch die allermeisten Rad- und Wanderwege bis in hohe alpine Lagen und bis tief in die Auwälder hinein asphaltierte Flächen. Um unsere Gesundheit wird es immer schwärzer und die Asphaltbänder mutieren zum Trauerflor unserer Medienkultur. •
