Grünen-Chefin Ulrike Lunacek sei gezwungen, im „politisch ziemlich unkorrekten kleinen Diesel“ ihre Wahlkampftour zu absolvieren, da der E-Bus nur schlappe 170 km Reichweite abgebe und große Busse wiederum nur Benziner seien, die mehr „klimawärmendes Kohlendioxid ausstoßen als ein kleiner Diesel“. Sie verwechselt Flüssiggas mit Benzin und missachtet die Tatsache, dass der Dieselbus von Sebastian Kurz gesetzlich vorgeschrieben die Euro 6-Norm erfüllt.
Also fuhr Kittner im „knallgrünen“ Dieselbus bis zur Kurier-Redaktion mit, um im Kurier-„Schau TV“ mit Lunacek den Grünen-Wahlkampf zu thematisieren. Für Kittner, die keine wirtschaftliche Verantwortung tragen muss und nur gescheit zu schreiben braucht, reicht es, wenn zur Wiedergutmachung die Grünen mittels gekaufter CO2-Zertifikate freiwillig Strafsteuer für die Luftverpestung zahlen. Kontrollieren tut's eh keiner! So muss der schicke, grün bemalte oder folierte Mercedes-Bus in der Garage verstauben, während Lunacek mit dem Fahrrad zu ihren Terminen radelt. Eh klar, denn ihr Dienstwagen wird vom Chauffeur – oder doch von einer Chauffeuse? – pilotiert und nimmt sie auf, wenn die Fahrstrecken zu weit sind. Fürsorglich hat sie ihren Mitarbeiterinnen bereits Helme verpasst, wohlgemerkt nur den Frauen. Die Männer im Wahlkampfteam müssen ihre Köpfe wohl selber schützen.
Spätestens jetzt erinnere ich mich an die TV-Kinderserie „Kli-Kla-Klawitter“ von 1974, in deren Folgen die Kinder im „knallroten Autobus“ ihren Spaß hatten. Hase Klicker, Hund Klamotte und Schildkröte Elvira kurvten durch die Gegend und erlebten ihre Abenteuer. Heute ist der Bus grün bemalt und die Kinder von damals sind heute die Marionetten einer Bewegung, die den Boden zur wirtschaftlichen Realität verloren haben. Lunacek spielt den ahnungslosen Hasen, Felipe in Tirol den orientierungslosen Hund und Kittner gibt die Schildkröte, deren urban bestimmtes Tempo die fehlgeleitete Lebenspraxis dokumentiert. Alles zu Lasten unserer Wirtschaft.
Und wer transportiert die vielen Pakete von Amazon & Co frei Haus ins grüne Puppentheater? Vielleicht inszeniert anstelle des leider schon verstorbenen Regisseurs Imo Moszkowicz ein anderer kluger Kopf den „knallgrünen“ Dieselbus neu und transferiert soziales Verhalten und Kreativität in eine parteipolitisch verständliche Sprache. •
