Es mache keinen Sinn, über ein Verbot oder ein Auslaufen von Technologien zu diskutieren, denn aus aktueller Sicht sei ein völliger Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor bis zum Jahr 2030 Illusion, wie Bernhard Wiesinger, Leiter der ÖAMTC-Interessenvertretung, sagt. „Allenfalls sollte es Vorgaben für Emissionsgrenzwerte geben. Diese hat die Industrie dann zu erreichen. Es muss den Unternehmen allerdings freigestellt sein, auf welche Art und Weise.“

 

Wie kurzsichtig eine Diskussion alleine über die Art des Motors ist, zeige die Tatsache, dass ein Verbrennungsmotor als klimaneutral gelte, wenn er mit biogenen Kraftstoffen der 2. und 3. Generation betrieben werde. Außerdem sei es nicht seriös, die Debatte über Verbrennungsmotoren allein auf Pkw zu beschränken. „Warum wird ein Verbot von Verbrennungsmotoren bei Lkw, Traktoren, Diesel-Loks oder Schiffen nicht einmal ansatzweise diskutiert? Das riecht sehr nach Autofahrer-Bashing“, so Wiesinger. •