Obwohl BMW bisher nicht im Fokus der Diesel-Kritik stand, wurden zuletzt auch Verdachtsmomente gegen die Bayern formuliert: So sagte der Chef der Deutschen Umwelthilfe, Jürgen Resch, kürzlich im Bayerischen Rundfunk, dass auch bei BMW offensichtlich temperaturgesteuerte Abschaltvorrichtungen für die Abgasreinigung eingesetzt würden.
BMW verwies im Gegenzug darauf, dass dies nur dort zutreffe, wo es für den Motorschutz notwendig sei. Man halte sich an die gesetzlichen Vorgaben.
Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel" hat unlängst den Vorwurf erhoben, dass BMW mit anderen Herstellern unter anderem über den Einbau kleiner AdBlue-Tanks illegale Absprachen getroffen haben soll. Dies weist BMW zurück und verweist auf ein besonders effizientes System, das weniger AdBlue benötigt. Dies werde durch einen zusätzlichen NOx-Speicher-Katalysator erreicht. Absprachen mit anderen Herstellern „zielten aus Sicht der BMW Group auf den notwendigen Aufbau einer Betankungsinfrastruktur in Europa ab", hieß es in einer Aussendung.
Am 2. August 2017 kommt es auf Einladung der deutschen Regierung zum sogenannten „Nationalen Forum Diesel" in Berlin. Dort wollen Vertreter des Wirtschaftsministeriums, der Bundesländer, der Städte sowie der Autohersteller und Zulieferer über Lösungen zur aktuellen Diesel-Problematik diskutieren. •
