Demnach lassen Autobauer das Potential von Car Connectivity großteils ungenutzt, wie eine aktuelle Studie zeigt. In den USA wurden dafür 992 und in Deutschland 904 Testpersonen befragt. Dabei würden deutsche Kunden bei einem Neuwagen Car Connectivity-Funktionen im Wert von 440 € als Option auswählen. In den USA ist dies den Kunden sogar bis zu 1.070 $ wert.

 

Im Allgemeinen sind deutschen Kunden Car Connectivity-Funktionen genauso wichtig wie Infotainment und Navigation. Lediglich die Fahrerassistenz sowie Komfort-Optionen stufen sie noch höher ein. Anders in den USA: Dort bewerten die Kunden nur die Fahrassistenz als noch wichtiger als Car Connectivity. Der deutliche Unterschied zwischen Deutschland und den USA erklärt sich aus dem verstärkten Bewusstsein und der bereits vorhandenen Erfahrung mit Connectivity Services der amerikanischen Kunden. Zudem gibt es in den USA bereits mehr Car Connectivity-Angebote; außerdem verbringen Amerikaner mehr Zeit im Auto. In Deutschland hingegen sind Bedenken zur Datensicherheit nach wie vor vorherrschend.

 

Ein weiteres interessantes Ergebnis der Studie: Sobald die Teilnehmer entschieden hatten, welche Car Connectivity-Funktion für sie am wichtigsten ist – zur Auswahl standen zum Beispiel Automated Roadside Assistance, Condition-Based Services, Remote Services, Online Navigation oder Online/Digital Entertainment –, spielte der Preis keine Rolle mehr. Das bedeutet, die Preiselastizität für die einzelnen Car Connectivity-Funktionen ist gering, so das Beratungsunternehmen Simon-Kucher & Partners.

 

Da die Automotive-Experten von Simon-Kucher & Partners in bisherigen Studien – gerade beim Thema Auto – in Österreich und Deutschland ein ähnliches Kaufverhalten sehen, lassen sich die Ergebnisse mit minimalen Abweichungen auf Österreich übertragen. •