Multinationale Ölkonzerne passen wegen sich fortlaufend reduzierender Absatzmärkte und dennoch steigendem Angebot ihre Vertriebskonzepte den Marktgegebenheiten an. Für das Schweizer Familienunternehmen Motorex Bucher AG aus Langenthal gilt das nicht, wenn man Geschäftsleiter Edi Fischer beim 100. Firmengeburtstag zugehört hat. In den Ländern mit eigenen Niederlassungen, also in Deutschland, Österreich und Schweden, verzeichnet man Zuwächse. Im Zweirad-Business ist man dank KTM inzwischen weltweit präsent, insbesondere in den USA.

 

Durch den Zukauf der französischen Schmierstoffmarke York und der Übernahme der polnischen Statoil-Abfüllfabrik (Eröffnung im Herbst 2017) hat sich das eigenen Angaben zufolge größte, unabhängige „Frischöl-Veredelungsunternehmen“ mit ihren typisch grüngefärbten Gebinden (150 Mio. € Jahresumsatz, 350 Mitarbeiter) inzwischen weltweit etabliert. Im Pkw-Bereich bedient man ausgesuchte Märkte, darunter Österreich, wo unter der Leitung von Robert Konvalina und Wolfgang Schneider 7 Mitarbeiter ihr Expansionswerk für Motorex verrichten. Größter Abnehmer im gebundenen wie freien Kfz-Werkstättengeschäft ist Derendinger, traditionelle Wachstumsbasis sind der Forst-, Agrar-, Bau- und Alpinsektor. •