„Im Vergleich der globalen Automobilhersteller zeigen sich sowohl die verpassten Chancen als auch inhärenten Risiken durch die gewählten Marktpositionierungsstrategien“, so Studienleiter Prof. Dr. Stefan Bratzel. „Durch eine starke Präsenz in einem wichtigen Automobilmarkt können Hersteller bei Wachstum überdurchschnittlich profitieren und schnell Weltmarktanteile hinzugewinnen bzw. kurzfristig Schwächen in anderen Marktregionen verdecken. Allerdings gehen globale Hersteller dabei auch hohe Risiken ein, wenn der dominante Absatzmarkt in Turbulenzen gerät. Langfristig erfolgreich werden solche Hersteller sein, die eine ausgeglichene Marktstruktur aufweisen und schnell auf Veränderungen reagieren können.“

 

Als Beispiele führt er etwa VW und General Motors an, die 39 % ihrer Fahrzeuge in China absetzen. Damit könne VW etwa Rückgänge in Amerika kompensieren, setze sich allerdings einem hohen „Verwundbarkeitsrisiko“ aus, falls sich der Markt rückläufig entwickeln oder wirtschaftliche oder politische Rahmenbedingungen (E-Quote) ändern würden.

 

Bei Toyota sieht Bratzel die Verwundbarkeiten durch Volatilitäten von Einzelmärkten geringer. So gehen 24 % der Fahrzeuge in die USA, 19 % bleiben auf dem Heimatmarkt Japan (45 % Marktanteil), 7 % gehen nach Europa und 12 % nach China. •