Marion Mitsche, Landesprecherin der Grünen, fordert, dass das GTI-Treffen in Kärnten von Gemeinden und Land nicht weiter finanziell und organisatorisch unterstützt werden. Die Lärm- und Umweltbelastungen stünden nicht dafür. Kärntens ohnehin marode Tourismusbranche kann den Grünen danken, wenn zum Beispiel die GTI-Fans aus dem Land vertrieben werden, weil sie ja so gewaltbereit sein sollen. In späteren Jahren jedoch sind sie teuer umworbene Gäste, die Kärntens Tourismusinfrastruktur beleben sollen. Nur Bares bleibt Wahres, auch für die Grünen. Erinnern wir uns an den alten Spielberg-Grand-Prix: Bekämpft von Umweltaktivisten ist man heute froh, in Spielberg und Umgebung dieses Großereignis wieder zu haben oder den Flugtag im nahen Zeltweg. Alles die Region belebende Aktivitäten.
Ein geschichtlicher Rückgriff zum GTI-Treffen: Jahrelang mied Volkswagen die PS-Orgie, es war den Vorständen zu ordinär. Von rückläufigen Verkaufszahlen getrieben, kam dann Martin Winterkorn mit seinem damaligen Mentor Ferdinand Piëch daher und adelte die Veranstaltung zum Top-Event unter den PS-Freunden. „Gummigummi“ im idyllische Reifnitz, es war plötzlich auch für die Wirtschaftseliten salonfähig.
Die von der Polizei entlang der Reiserouten geradezu hysterisch verfolgten „GTI-Sünder“ sind Generationen später heftig umworbene Gäste. Hätten sie dabei nicht unser schönes Kärntnerland entdeckt, wären sie vermutlich in Mallorca am Ballermann-Strand und nicht am Wörthersee gelandet.
Die Grünen betreiben eine unverantwortliche Verbotspolitik, die uns vorschreiben will, wie wir zu leben haben. Kärntens Ex-Grünen-Bundesgeschäftsführerin Eva Glawischnig hat in Verfolgung dieser Politik inzwischen die Segel gestrichen. Ihre Tiroler Teilnachfolgerin Ingrid Felipe wird wohl das Bergisel-Skispringen aus der Stadt verbannen wollen und Salzburgs Grünen-Landeschefin Astrid Rössler Landeshäuptling Wilfried Haslauer triezen, die Festspiele ob der alljährlichen Touristenflut einzudämmen. Und Maria Vassilakous Verkehrspolitik von Michael Häupls Gnaden hat in Wien bereits wirtschaftlich einen Riesenschaden angerichtet.
Also schauen wir ins GTI-Land Deutschland und sind erstaunt darüber, wie die Grünen „gesund“ an ihrer Verhinderungspolitik zugrunde gehen. Diese Kunde tragen uns die PS-Touristen als Pfingstbotschaft ins Kärntner Land, zu denen auch tausende Motorradfahrer mit ihren erstaunlichen karitativen Aktivitäten zählen. Oder sind das auch nur nach Benzin riechende Hooligans? Dann bitte sehr auch die Oldtimer-Veranstaltungen betuchter Leute verbieten, denn die „verpesten“ in schönster Natur unsere Umwelt. Vergessen? Macht nichts: Die Grünen scheitern ohnehin an ihrer von Polemik diktierten Unvollkommenheit. •
