ÖAMTC-Cheftechniker Max Lang fasst die Ergebnisse des Tests zusammen: „Die Umrüstung reduziert den Stickoxid-Ausstoß sowohl in den simulierten Fahrzyklen auf dem Prüfstand als auch im Realbetrieb auf der Straße deutlich. Im künftig für die Zulassung maßgeblichen Zyklus WLTC (Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Cycle) und im Autobahnzyklus wurden die NOx-Werte sogar unter den gesetzlichen Euro-6 Grenzwert von 80 mg/km gedrückt."
Doch trotz erfolgreichem Test bleiben ein paar Fragezeichen. Unklar ist, ob SCR-Kat und eine Dosiereinheit sowie ein Tank für AdBlue in jedem Auto verbaut werden können und ob die fehlerfreie Funktion in jedem Pkw möglich ist. Auf alle Fälle dürfte die Nachrüstung nicht so billig ausfallen. Genaue Kosten dafür liegen noch nicht vor, diese dürften allerdings nicht unter 2.000 € liegen.
Daher plädiert der ÖAMTC auf die Forcierung von „Grünen Wellen“ in den Städten. So ließe sich – laut Studien – eine NOx-Reduktion von über 25 % erzielen. Und das bei allen Dieselfahrzeugen, unabhängig der Euro-Klasse. •
