Das grundsätzliche Bekenntnis von EU-Kommissionsvizepräsident Maros Sefcovic, den Ausbau von E-Ladestationen in Europa weiter voranzutreiben, sei begrüßenswert. „Die Kommission habe die Zeichen der Zeit erkannt“, so der Minister. Dennoch dürfe die EU jetzt keine halben Sachen machen. E-Mobilität müsse alltagstauglich, zuverlässig und leistbar sein, „dann steigen die Leute um“.
Darum brauche man einen Vollausbau von E-Tankstellen in ganz Europa, nicht nur entlang der großen Verkehrsachsen. Dafür müsse die EU-Kommission „richtig Geld in die Hand nehmen“, so Leichtfried. Zudem müsse die Kommission sicherstellen, dass europaweit der Weg für E-Heimladestationen freigemacht werde. Zuletzt hatte die EU-Kommission überlegt, Anschlussmöglichkeiten für Ladepunkte bei Neubauten oder umfassenden Sanierungen vorzuschreiben.
„Das eigentliche Laden passiert, wenn Leute ihr E-Auto parken, am ehesten daheim, über Nacht in der Garage. Darum muss die EU einheitliche Voraussetzungen dafür schaffen, dass E-Autos künftig bequem zuhause aufgeladen werden können“, so Leichtfried. Als Finanzierungshebel schlägt Leichtfried Förderungen im Rahmen der Einrichtung für Infrastrukturausbau – der Connecting Europe Facility (CEF) – vor. Die CEF fördert etwa den EU-weiten Ausbau von Straße, Schiene, Stromnetz und Breitbandinternet. •
