„Eine moderne und weltoffene Stadt wie Wien sollte ihren Bürgerinnen und Bürgern Auswahlmöglichkeiten bieten und sie nicht mit Verboten überhäufen“, so Ernst unter Bezugnahme auf die in den vergangenen Wochen kontrovers diskutierte Forderung der Stadt-Grünen, Dieselfahrzeugen bis zur Abgasklasse Euro 5 die Einfahrt zu verbieten (wir haben berichtet). Die hohe Feinstaubbelastung würde dadurch freilich nicht wesentlich verringert, kritisiert Ernst, der stattdessen eine Mitverantwortung der Stadtregierung an den Emissionen anprangert: „In den letzten Jahren führten zahlreiche Versäumnisse in der Wiener Verkehrspolitik zu immer häufiger werdenden Staus, die sich negativ auf die Feinstaubbelastung auswirken. Sinnvoller wäre es, nachhaltige Verkehrskonzepte zu entwickeln, um eine Balance zwischen den einzelnen Verkehrsteilnehmern sicherzustellen."

 

Generell seien Verbote und Verkehrsbehinderungen der falsche Ansatz, meint Ernst unter Verweis auf die gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen: „Berufstätige Menschen müssen sich zukünftig immer mehr an flexible Arbeitszeiten und -plätze gewöhnen. Das bedeutet auch ein höheres Maß an Mobilität. Die Wiener Stadtregierung sollte Antworten auf die Fragen der Wienerinnen und Wiener geben, anstatt nur sture Parteipolitik umzusetzen, die auf dem Rücken Unschuldiger ausgetragen wird.“ •