Synergien würden zweifelsohne Arbeitsplätze sparen, was allerdings wieder zu Lasten der Kaufkraft ginge. Befreit von den amerikanischen GM-Fesseln könnte die PSA-Gruppe mit Peugeot, Citroen und DS gemeinsam mit Opel/Vauxhall neue Märkte ins Visier nehmen und v. a. die Kleinwagen- und SUV-Strategie in neue Dimensionen bringen. Wohl unter dem Eindruck des neuen US-Regierungstils wird in Europa zunächst politischer Druck aufgebaut, entschieden ist lange noch nichts.
Man denke an 2009, als Magna-Chef Frank Stronach sich die Marke unter den Nagel reißen wollte und der Deal Stunden vor dem Abschluss scheiterte. Am Ende hielten die Amerikaner weiterhin an Opel/Vauxhall fest und 90 Jahre Ehe löst man nicht so einfach. Außerdem haben die Gewerkschaften da auch ihre Finger drinnen.
Der PSA-Konzern ist ja auch nicht gerade die gesündeste Braut. Subventioniert vom französischen Staat sind die finanziellen Expansionsräume eingeengt und auch da träfen unterschiedliche Kulturen aufeinander. Überhaupt wo Opels derzeitige Führungsriege stark ist und die Franzosen-Spitze rasch frustrieren könnte. Weiters mischt der chinesische Dongfeng-Autobauer mit 14 % Anteile an PSA auch schon kräftig mit.
Und wenn wir schon in diesen Dimensionen weiterdenken, dann wirft sich die Frage auf, was mit Fiat und Chrysler passieren wird.
