Für Gewerkschaftswindrad Bernd Osterloh, Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil vom Aufsichtsratspräsidium kann das eng werden. Jene, die Ferdinand Piëch kennen, sagen, dass er ein Faktum anspricht, wenn er laut wird. Piech kennt keine Freunderlwirtschaft, wird er in Kennerkreisen zitiert.
Allfälligen Klagsdrohungen sieht der Österreicher „gelassen“ entgegen. Solange der Patriach und Hauptaktionär lebt, wird er eine ständige Gefahr für seinen Anhang bleiben, den er sich ausgesucht hatte und der ihn fallen hat lassen. In diesem Zusammenhang passt auch der Abgang der VW-Ethik-Chefin Christine Hohmann-Dennhardt ins Volkswagen-Bild. Die Spitzen von Volkswagen erlauben sich ein Trauerspiel, wie es in einer Vorstadtfirma nicht anders abgeht. Die Dimensionen sind halt andere. Eines ist gewiss: Von der VW-Spitze reist unter den derzeitigen Voraussetzungen niemand freiwillig in die USA. Natürlich gilt für alle Beteiligten im juristischen Spiel der Betrachtungen die Unschuldsvermutung. •
