Brexit, Trump und Co. verunsichern auch die europäischen Autobauer. Sie erwarten heuer nur mehr ein Marktwachstum von rund 1 %, wie ACEA-Präsident Dr. Dieter Zetsche anlässlich des Neujahresempfangs der Vereinigung am 8. Februar 2017 erklärte: „Viel wird von der Entwicklung des makro-ökonomischen und politischen Umfelds abhängen." Umso wichtiger sei es, das sich die EU für einen ungehinderten weltweiten Handel einsetze.

 

Außerdem verwies Zetsche auf das 2017 bevorstehende Inkrafttreten des neuen Normverbrauchsstandards WLTP und der Echtbetrieb-Emissionsmessung RDE: „Sowohl WLTP als auch RDE sind unverzichtbare Maßnahmen, um das Kundenvertrauen zurückzugewinnen, doch beide erfordern eine angemessene Umsetzung.“ So dürften die vermutlich höheren WLTP-Verbrauchswerte nicht zu höheren Kfz-Steuern und eine dadurch ausgelöste Kaufzurückhaltung führen.

 

Der Blick zurück ist für die ACEA unterdessen durchaus befriedigend: Die Pkw-Verkäufe in der EU stiegen 2016 um 6,8 % auf 14,6 Mio. Stück, was dem höchsten Wert seit dem Vorkrisenjahr 2007 entsprach. •