Während von der zuständigen Kartellbehörde in Österreich (4 Standorte W+M, 9 Trost) dem Zusammenschluss keine Auflagen erteilt wurden, schiebt der deutsche Bundeskartellamtspräsident Andreas Mundt durch die Übernahme der Niederlassungen des Wettbewerbers Trost auf den regionalen Märkten in Braunschweig, Darmstadt, Frankfurt, Heilbronn, Magdeburg und Stuttgart Wessels & Müller einen Riegel vor, um eine deutliche Marktmachtstellung zu seinen übrigen Wettbewerbern zu verhindern. Das habe auch eine Befragung von Wettbewerben und Kunden ergeben.
Um diese Wettbewerbsbeschränkung auszuschließen, wurde den Beteiligten auferlegt, zunächst Standorte in den genannten Regionalmärkten an einen unabhängigen Dritten zu veräußern. Darüber hinaus hat sich Wessels & Müller verpflichtet, aus der bislang gemeinsam mit dem bundesweit stärksten Wettbewerber, der Stahlgruber Otto Gruber AG/Poing, bestehenden Einkaufsgemeinschaft Auto Teile Ring (ATR) auszuscheiden.
Beide Unternehmen verkaufen über ein Netz von Niederlassungen Sortimente von sogenannten freien Autoersatzteilen. Kunden sind vorrangig freie, nicht-herstellergebundene Kfz-Werkstätten, Tankstellen sowie größere Unternehmen, die über eigene Reparaturmöglichkeiten verfügen.
