„Autoverkehr – das staatlich geförderte CO2-Problem?“ lautet der Titel eines Beitrags der Magazinsendung Report am Dienstag, dem 2. August. Die Sendereihe verspricht dem geneigten ORF-Seher normalerweise eine unberechenbare, bunte Mischung aus den Politik-Regalen des Rundfunks. In der Report-Ausgabe am 26. Juli wurde das schweizerische Bahnnetz der SBB-CFF als vorbildlich vorgestellt. Diesmal gab es, quasi als Nachschlag, eine besondere Art der Wirtschaftsberichterstattung.
Schon am Dienstagnachmittag, also noch vor der Ausstrahlung des „Report“ (21.05 Uhr), ließen der Ankündigungstext im Internet und das kurze Video mit Präsentatorin Gabi Waldner erahnen, dass der Beitrag wohl nicht unbedingt objektiv ausfallen würde: „Der Autoverkehr verursacht einen erheblichen Teil der Luftverschmutzung, doch die Verwendung privater CO2-Schleudern wird staatlich besser gefördert als Alternativen“, lautet der Ansatz der Sendungsgestalter: „mit Pendlerpauschalen, Gratis-Parkplätzen oder steuerlichen Vorteilen für Dienstautos. Nur einzelne Unternehmen suchen alternative Lösungen“, meinen sie.
Befragt wurden unter anderem Bundesgremialobmann Komm.-Rat Burkhard W. Ernst (im Insert übrigens fälschlich konsequent als Ernst Burkhard bezeichnet) und Dipl.-Ing. Martin Blum vom Verkehrsclub Österreich (VCÖ). Im Gegensatz zu früheren Sendungen wurde der Dialog zwischen Ernst und Blum vorher aufgezeichnet und nach wenigen Antworten „abgeschnitten“.
Wer die Sendung versäumt hat, kann sie im Internet nachverfolgen.
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