Beim ÖAMTC, der all diese Aktionen protokolliert, spricht man von einem Minus von 11,9 % im Vergleich zum 1. Halbjahr 2010. Heuer waren 9 von 10 Rückrufen auf mechanische Probleme zurückzuführen – so viele wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2005. Schuld sind häufig Schrauben, die mit einem unzureichenden Drehmoment angezogen wurden. In jeweils 5 % der Fälle waren Elektrik (z. B. mangelhaft verlegte Kabelstränge) und Elektronik die Ursache für die Rückrufaktionen.
Die bisher letzte derartige Aktion betrifft die 1. Generation der M-Klasse von Mercedes: In Österreich müssen rd. 3.000 Fahrzeuge in die Werkstätten, weil ein mechanischer Defekt innerhalb des Bremslichtschalters in Einzelfällen das Deaktivierungssignal für den Tempomaten verhindert. Beim Importeur versichert man aber, dass der Kunde in solchen Fällen über Warnleuchten auf das Problem hingewiesen werde und dass der Tempomat in jedem Fall deaktivierbar bleibt. Unfälle hat es aus diesem Grund in Österreich noch nicht gegeben.
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