Während der nunmehrige Opel-CEO Karl-Friedrich Stracke die Verkaufsgerüchte von General Motors intern dementiert und die Händler ein Bekenntnis zu Opel einfordern, freunden sich namhafte Opel-Partner längst mit der Idee an, mit Indiens Autoproduzenten Tata zu kommunizieren. Forster kennt Opel aus seiner Zeit als CEO und entwickelt dem Vernehmen nach große Sympathien für die „deutscheuropäische Marke".
Für Österreichs Händlersprecher Helmut Günther ist das reine Spekulation, auch wenn er diesen Gedanken grundsätzlich positiv findet. Er konzentriert sich indes, die in Vorbereitung befindlichen paneuropäischen Händlerverträge rechtzeitig mit den lokalen politischen und rechtlichen Belangen in Verträglichkeit zu bringen. Offiziell verzeichnet Günther aus dem Händlernetz eine günstige Stimmung, man habe gute Produkte im Angebot und neue in der Pipeline. Die Diskussion um einen allfälligen Opel-Verkauf tangiere das Kaufpublikum nicht.
Eines ist klar: Keiner der beteiligten Gruppierungen sagt, was Sache ist. Jeder verlässt sich auf den anderen und die Händler werden von Opel dorthin geführt, wo man sie haben will – in eine neue Abhängigkeitsstruktur. Europa-Händlerpräsident Jaap Timmer lächelt zu den Ereignissen, weil Hersteller und Händler von General Motors  gleichermaßen hingehalten werden. Also gehen die Spekulationen über Opels Zukunft zulasten der Händler weiter.



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