Das Management rund um Eigentümer Victor Muller kündigt an, die Gespräche fortzusetzen. „Es kann nichtsdestotrotz keine Sicherheit geben, dass diese Diskussionen erfolgreich verlaufen und die nötigen Mittel aufgebracht werden“, heißt es wörtlich in der Mitteilung. Im Amtsdeutsch der Konzerne rangiert dies nur knapp hinter dem Eingeständnis der Zahlungsunfähigkeit. Zu diesbezüglichen Gerüchten wollte der Hersteller nicht Stellung nehmen. Fest steht, dass die zuletzt unterzeichneten Absichtserklärungen mit den chinesischen Firmen Pang Da und Zhejiang Youngman Lotus Automobile Co. bislang nicht realisiert wurden. Auch der geplante Verkauf der Werksliegenschaften, die danach zurückgemietet werden sollten, kam bisher nicht zustande.
Schon bisher warten Zulieferer sowie Händler, darunter auch die österreichischen Partner, auf ausständige Zahlungen und Bonifikationen. Der nur kurz unterbrochene, seit April andauernde Produktionsstillstand wirkt sich naturgemäß auf die Neuzulassungen aus. Von Jänner bis April kam Saab in Österreich auf 101, im Mai auf 16 und in den ersten beiden Juni-Dekaden nur mehr auf 10 Anmeldungen.



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