Eigentlich wäre je ein Elektroauto für einen Papst das wahrhaft richtige Auto gewesen: Es ist umweltfreundlich, leise – und auf den kurzen Strecken, die der Papst damit fährt, reicht der Akku allemal. Doch für den Fall eines Attentats, wo der Heilige Vater blitzschnell ins nächstgelegene Krankenhaus gefahren werden muss (wie dies bei Johannes Paul II. am 13.5.1981 der Fall war), braucht das Fahrzeug einen Verbrennungsmotor.
Daher wurde mit Mercedes, seit fast einem Dreivierteljahrhundert alleiniger Lieferant im Vatikan, ein Kompromiss vereinbart: Das päpstliche Auto soll mit einer an der Steckdose aufladbaren Batterie die ersten 30 Kilometer emissionsfrei zurücklegen. Das Papamobil wird – wie seine Vorgänger – von Hand gefertigt. Ein rein elektrischer Antrieb sei nicht infrage gekommen, da das Papamobil im Falle eines Anschlags „fluchtfähig“ sein müsse, heißt es beim Hersteller.