Für den Zentralverband Spedition & Logistik sprechen „sowohl ökonomische als auch ökologische Argumente eindeutig für die sogenannten Ökoliner“. Dabei handle es sich um Fahrzeugkombinationen mit einer Maximallänge von 25,25 Metern und 44 Tonnen (im Regelbetrieb 40 Tonnen) Höchstgewicht. „Wenn es um Verkehrsvermeidung geht und um weniger Emissionen, dann ist der Ökoliner die Lösung, die es voranzutreiben gilt“, verweist Verbandspräsident Harald Bollmann darauf, dass durch die höhere Ladekapazität pro Fahrzeug 25 bis 30 % Treibstoff eingespart werden könnten.
Vom bisherigen, bis zu 60 Tonnen schweren „Gigaliner“ hat man sich dagegen verabschiedet. Auch schlagen die Spediteure selbst vor, den Einsatz der Lang-Lkws auf Autobahnen und ähnliche Hauptrouten zu beschränken.
Heftige Kritik an diesen Wünschen kommt (wenig überraschend) von den Grünen, deren Verkehrssprecherin Gabriela Moser eine „Salamitaktik“ der „Lobby-Platzhirschen“ vermutet. Seitens der Regierung gibt es bislang keine Reaktionen. Die vormals gewünschten 60-Tonner wurden von Verkehrsministerin Doris Bures jedenfalls entschieden abgelehnt.
Wenig erfreut zeigen sich übrigens auch die Transporteure: „Für uns ist und bleibt der Gigaliner ein Versuch vor allem der Auftraggeber, mehr Fracht zu noch niedrigeren Preisen auf der Straße zu transportieren. Davon profitieren höchstens die Auftraggeber, aber weder die Umwelt noch die österreichischen Transporteure“, meint Wolfgang Herzer, Obmann des Fachverbands Güterbeförderung in der Wirtschaftskammer.
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