Konkret beabsichtigt Pang Da, 109 Mio. €  für 24 % des Saab-Eigentümers Spyker aufzubringen. Zhejiang Youngman würde 136 Mio. € in 29,9 % der Gesellschafteranteile investieren. Gemeinsam sollen in China je ein Joint Venture für den Vertrieb und die lokale Fahrzeugproduktion gegründet werden. An Ersterem würden Saab und Zhejiang Youngman  je 33 %, Pang Da 34 % der Anteile halten. Das Produktionsunternehmen würde zu jeweils 45 % Saab und Zhejiang Youngman sowie zu 10 % Pang Da gehören.
Während Pang Da mit mehr als 1.100 Händlerstandorten als größtes chinesisches Autovertriebsunternehmen gilt, trat Zhejiang Youngman bisher vor allem als Lkw- und Bushersteller (beispielsweise mit einer Lizenz von MAN) in Erscheinung. Der Bezug zur britischen Sportwagenschmiede Lotus rührt daher, dass die Firma unter der Marke „Europestar“ diverse Modelle des malaysischen Herstellers Proton vermarktet, der wiederum Eigentümer von Lotus ist.
„Wir sind überzeugt, dass Youngman all die Qualitäten mitbringt, um Saab und die Joint Ventures zu einem Erfolg zu machen“, kommentiert der bisherige Saab-Alleineigentümer Victor Muller die jüngsten Entwicklungen. Allerdings handelt es sich bei den Plänen vorerst um nicht bindende Absichtserklärungen. Auch die Zustimmung diverser Aufsichtsbehörden steht noch aus, sodass die Zukunft von Saab keineswegs als gesichert betrachtet werden kann.
Dies zeigt sich auch daran, dass die Produktion in Trollhättan nach wie vor still steht. Zumindest in dieser Woche sei mit keiner Wiederaufnahme zu rechnen, teilt eine Sprecherin auf Anfrage mit. In Österreich gibt es derzeit rd. 50 offene Bestellungen.



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