Bisher war der deutsche Automobilclub einer der vehementesten Kritiker des vor wenigen Monaten in Deutschland eingeführten Super E10 – u. a. auch deshalb, weil vor allem ältere Fahrzeuge den Bio-Sprit nicht vertragen und die Besitzer auf die teurere Sorte Super plus ausweichen müssen. Doch jetzt ist der ADAC eine Spur sanfter in seiner Kritik: Obwohl Opel beim (nicht mehr erhältlichen) Modell Signum nach einer fälschlichen Betankung mit E10 ausdrücklich das Abschleppen und sofortige Entleeren des Tanks empfiehlt, führt der ADAC einen Langzeittest durch: 16.000 Kilometer wurden mit dem Signum zurückgelegt, ohne dass es bisher negative Folgen (wie die befürchtete Ethanolkorrosion) gab.
Daher empfiehlt der Automobilklub den Autoherstellern, ihre Empfehlungen bei Fehlbetankungen (also den aufwändigen und teuren Aufenthalt in einer Werkstätte) zu überprüfen. Freilich rät der ADAC den Autofahrern auch weiterhin, die verbindlichen Angaben der Hersteller zu befolgen …



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