Der „Spiegel“ und „Auto-Bild“ spekulierten am Donnerstag über Pläne von General Motors, den nach wie vor defizitären Autohersteller Opel zu verkaufen. Ähnliche Pläne hatte es ja schon 2009 gegeben: Der an sich unterschriftsreife Verkauf an Magna scheiterte damals kurz vor der Unterzeichnung, weil man es sich in Detroit dann doch noch anders überlegte. Laut den gestrigen Spekulationen könnte General Motors bei der Motorentechnik und bei sparsamen Modellen künftig auf Chevrolet (einst Daewoo) zurückgreifen und sei nicht mehr auf Opel angewiesen. „Auto-Bild“ spekuliert sogar, Volkswagen könnte Opel retten, um den deutschen Traditionshersteller vor einem drohenden Zugriff aus China zu bewahren.
Bei General Motors Austria in Wien-Aspern ist man ob dieser Meldungen einigermaßen erbost: „Alles reine Spekulation“, sagt Sprecher Josef Ulrich. Der Hersteller hatte erst am Dienstag dieser Woche in einer Presseaussendung seine wiedergewonnene Stärke gepriesen: So sei der Marktanteil in Europa im Mai binnen Jahresfrist von 5,8 auf 6,3 % gestiegen; heuer habe man mit 534.000 Stück um 55.000 Fahrzeuge (oder 11,6 %) mehr abgesetzt als von Jänner bis Mai 2010. Die Marktanteile von Opel seien in 23 von 27 europäischen Ländern gestiegen; in Österreich lag der Absatz von Opel (2.691 Stück) im Mai um 16 % höher als vor einem Jahr, der Marktanteil betrug heuer 7,8 % nach 6,4 % im Mai 2010.
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