Bei der jüngsten Bundesgremialausschusssitzung des Fahrzeughandels in Wien standen das äußerst gute Marktentwicklungsszenario im Neuwagenverkauf mit dem Wermutstropfen stark steigender Kurzzulassungen sowie eine weiterhin unbefriedigende Ertragssituation in spürbarer Dissonanz zueinander. BGO Komm.-Rat Burkhard W. Ernst nach den Scheitern der Erfassung der Export-Tageszulassungen durch Statistik Austria, Finanzministerium oder auch Eurotax: „Im Einzelhandelsausschuss versuchen wir, gemeinsam mit den Importeuren die Sensibilität für Ertragsdenken zu verstärken.“
Tatsächlich beschränkt sich unter der Ägide von Ernst die Teilnahme der Importeure nicht mehr allein auf den ins Bundesgremium kooptierten Importeurssprecher Mag. Ingo Natmessnig. Mit Ing. Alfred Stadler (Denzel), Mag. Alexander Struckl (Opel), Mag. Franz Pommer (Porsche Austria), Mag. Bernhard Denk (Mercedes-Benz) und Josef Frauscher (Porsche Austria) diskutieren im Gremium weitere Importeursvertreter die vom Handel aufgeworfenen Themen.
Mit dem Lobbyisten Wolfgang Rosam wird im nächsten Schritt ein Konzept für eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit vorbereitet, nachdem sich Importeursvertreter in Bezug auf einzelne Projekte die Beauftragung einer Agentur vorstellen können.
Jedenfalls, so unser Eindruck, ist man vor weitreichenden Veränderungen im gesetzlich verankerten Autohandel lieb zueinander, weil hüben wie drüben keiner wirklich weiß, was außerhalb Österreichs über unser Branche (10 % des BIP) entschieden wird.