Nach vielen frustrierten Händler- und Servicepartnern, die bis dato keine klare Zukunft mit der nunmehrigen Lancia-Marke vermittelt bekommen, regt sich bei den Mitarbeitern passive Resistenz, weil keine Entscheidung fällt, wie es mit ihnen weitergeht. „Späte Entscheidungen nerven die Leute“, konstatiert Natmessnig eine „ungewöhnlich lange Phase der Unsicherheit“. Einige Händler haben bereits ihre Konsequenzen gezogen und sich zurückgenommen.
Indessen häufen sich in den Standorten, die zum Zeitpunkt nicht Fiat gehören, Krankenstände und Kundenbeschwerden. Mancher Standortleiter hat inzwischen seine Not, nötiges Personal für die Betreuung des umfangreichen Fahrzeugbestandes zu rekrutieren.
Martin Rada, Chef der Fiat-Importorganisation in Österreich, und Natmessnig sind tatsächlich gezwungen, Entscheidungen ihrer Zentralen abzuwarten. „Bis Ende Mai 2011“, so Natmessnig, „wird entschieden, wie die Restrukturierung aussehen wird.“ Da bleibt nicht mehr viel Zeit ...
„Außer in Italien will diese Vorgangsweise niemand verstehen“, schütteln Betroffene den Kopf und viele Kunden wollen nicht akzeptieren, sich zunehmend frustrierten Mitarbeitern gegenüber zu sehen. Natmessnig: „Was soll ich darauf sagen, es ist für beide Seiten gleich schlimm!“
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