Bei insgesamt 6.376 Insolvenzen ging der Anteil der Pleiten aus „persönlichem Verschulden“, von 9 auf 6 % zurück. 1990 hatte er noch 17 % betragen. „Fahrlässigkeit“ war nur in 14 % (2009: 15 %) der Fälle Insolvenzauslöser, der Anteil der Managementfehler („innerbetriebliche Ursachen“) stieg von 42 auf 44 %. „Kapitalmangel“ (13 %) und „externe Ursachen“ (19 %) lagen etwa auf Vorjahresniveau, eine Verdoppelung gab es bei den „sonstigen Gründen“ (4 %).
Auf den Fahrzeughandel und das Reparaturgewerbe bezogen, kann Dr. Hans-Georg Kantner, Leiter der Insolvenzabteilung beim KSV 1870, keine besondere Häufung einer Insolvenzursache erkennen. Auffällig sei aber der Zusammenhang mit den Spritpreisen. Die in der Kfz-Branche notorisch schwache Eigenkapitalquote sei auch in anderen Branchen ein Thema: „Österreichische Unternehmen haben vielfach noch nicht akzeptiert, dass sie Eigenkapital benötigen und dieses auch nur in guten Zeiten an Land ziehen können“, so Kantner, dessen nüchternes Gesamtfazit wie folgt lautet: „Der Erfolg hat bekanntlich viele Väter, die Pleite ist aber zumeist Vollwaise.“
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