Als erster Redner fungierte Dr. Ralph Niederdrenk, Wirtschaftsanalyst und profunder Kenner der Autobranche. Niederdrenk sieht die Automobilindustrie auf Wachstumskurs, Angebot und Nachfrage werden jedoch immer stärker von Schwellenländern bestimmt. Die Elektro-Mobilität habe sich bisher nur aus dem Grund nicht durchgesetzt, weil die Rahmenbedingungen den Verbrennungsmotor favorisierten. Sollten sich diese Umstände in Zukunft ändern, stehe dem Siegeszug des Elektroautos nichts im Weg.
Dieser Meinung ist auch Dipl.-Ing. Christoph Deutskens von der RWTH Aachen. Mit seinem Team entwickelte er den Street Scooter, ein Elektroauto zum Preis von 5-000 € exkl. Batterien, das in die Effizienzlücke zwischen Zweirädern und bestehenden Pkws vordringen soll. Doch damit soll keine Konkurrenz zu bestehenden Autoherstellern geschaffen werden, der Street Scooter ist als Technologieplattform für Zulieferer gedacht.
Laut Dr. Maximilian Redecker von der Magna Steyr Fahrzeugtechnik in Graz liegt die größte Chance des Elektroautos im Leichtbau. Seiner Ansicht nach muss es gelingen, das Gewicht von Fahrzeugen signifikant zu senken. Dieses Ziel muss dank effizienter Leichtbautechniken aus der Luftfahrt, aber nicht mit dem Verzicht auf Sicherheit und Komfort einhergehen.
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