Gemäß Erlass vom 3.2.2011 sind bis 30.6.2011 die Rechnungen von Fahrzeugverkäufen so umzustellen, dass die Normverbrauchsabgabe nicht mehr in der USt-Bemessungsgrundlage enthalten ist, sondern auf die NoVA ein 20%iger Erhöhungsbetrag aufzuschlagen ist.
Das Thema der Leasinggesellschaften ist nun die Anpassung ihrer Kalkulationsprogramme an die neue Rechnungslegung der Autohäuser. Dies ist bei einigen noch nicht erfolgt, da noch nicht geklärt ist, in welcher Form die „Teuerung“ verrechnet wird. Der Verband Österreichischer Leasinggesellschaften (VÖL) wartet scheinbar auf einen Erlass aus dem Ministerium – offenbar will man anstatt einer monatlichen Ratenerhöhung eine Restwerterhöhung anstreben.
Fakt ist, dass manche Leasinggesellschaften die derzeit gesetzeskonformen NoVA-neu-Fakturen nicht bearbeiten können, wodurch die Autohändler gezwungen sind, ihre Rechnungen „händisch“ umzuschreiben. Für Bundesgremialobmann Komm.-Rat Burkhard Ernst eine unzumutbare Mehrarbeit für Fakturierung und Buchhaltung und nicht gesetzeskonform.
Ein Insider: „Wir reden in Summe von einer durchschnittlichen Erhöhung von rd. 300 bis 400 € über die Laufzeit. Für Kunden, deren Leasingraten exakt in ihr begrenztes Budget passen müssen, ist auch diese Erhöhung ein echtes Thema!“ Die Leasinggesellschaften wollen – vertreten durch den VÖL – eine Besserstellung des Leasings als derzeit erwirken. Vermutlich läuft jedoch die Lösung auf eine Anpassung der Kalkulationstools der Banken hinaus!
Früher standen 20 % Ust. auf NoVA. Basis Leasing = Kaufpreis netto + NoVA. Jetzt stehen 20 % Zuschlag auf NoVA. Basis Leasing = Kaufpreis netto + NoVA + Zuschlag NoVA. Das Resultat: Leasing ist für den Konsumenten teurer geworden, eine echte Schlechterstellung gegenüber dem Kredit.
Aus Sicht des Konsumenten besitzt Kredit derzeit zwei wesentliche Vorteile: 1. Wegfall der staatlichen Rechtsgeschäftsgebühr von 0,8 % seit Jahresanfang und 2. Zuschlag NoVA hat auf Kredit keinen Einfluss.
Betroffene Händler bringt die derzeitige Vorgangsweise in finanzielle Bedrängnis. Ernst ersucht VÖL-Vorsitzenden Mag. Rudolf Fric, seine Mitglieder auf eine korrekte und umgehende Abrechnung und Ausbezahlung an die Händler zu drängen.
