Branchenfachleute glauben, dass die komplizierte Kette, die im Laufe der Jahre für die optimale und kostengünstige Produktion eines Autos geschaffen wurde, durch die Folgen des Erdbebens wesentlich stärker in Mitleidenschaft gezogen wurde, als es die Hersteller derzeit zugeben (wollen). Denn selbst wenn nur wenige Zulieferer vom Erdbeben betroffen sind, kann die Fertigung nicht mehr optimal erfolgen, da die Teilelager – wenn überhaupt – nur für wenige Tage gefüllt sind. Meist erfolgt die Produktion ja im Just-in-time-Verfahren: Die Teile werden per Lkw angeliefert und verlassen die Autofabrik relativ rasch wieder im fertigen Fahrzeug. Ein massives Problem bleibt weiterhin die fragile Energieversorgung nach dem Ausfall bzw. der Abschaltung zahlreicherer Kernkraftwerke. Auch die Verkehrsverbindungen sind nach wie vor eingeschränkt.
Gestartet wurde die Fertigung mittlerweile wieder in allen drei Werken von Mitsubishi; bei Nissan ist das erst wieder teilweise der Fall. Suzuki hat den Produktionsstopp in allen Werken bis 21.3. verlängert; Mazda hatte dies ja ohnehin schon zu Wochenbeginn geplant. Welche Toyota-Werke in Japan derzeit produzieren und welche nicht, war am Donnerstag unklar.
