Der Schritt wurde am Donnerstag überraschend bekannt gegeben: Nick Reilly, der die Geschicke von Opel seit 15.1.2010 geleitet hatte, wechselt an die Spitze des Aufsichtsrates. Sein Nachfolger wird der 55-jährige Karl-Friedrich Stracke. Er ist seit 32 Jahren bei General Motors und leitete in den vergangenen eineinhalb Jahren die weltweite Fahrzeugentwicklung. Unter seiner Führung wurde u. a. das Projekt der beiden Elektroautos Chevrolet Volt und Opel Ampera serienreif gemacht.
Stracke sagte in einer ersten Stellungnahme, er sei erfreut, ein Unternehmen mit so großer Geschichte wie Opel leiten zu dürfen. Opel habe dank seiner Produkte eine große Zukunft vor sich.
Reilly bleibt Chef der Europa-Aktivitäten von General Motors und wird sich neben seiner Tätigkeit als Opel-Aufsichtsratschef auch um die Marken Chevrolet und Cadillac kümmern. Der bisherige Aufsichtsratschef Walter Borst wird einfaches Mitglied dieses Kontrollgremiums. GM-Vorsitzender Dan Akerson begründete den Chefwechsel damit, dass Opel bzw. Vauxhall dadurch noch stärker als bisher den Weg in Richtung Wachstum und Profitabiliät beschreiten werde.
